Kein drittes Deutschlandstipendium

In seiner Sitzung am 06.04.2013 hat der Vorstand beschlossen, der TU Dresden im akademischen Jahr 2013/14 kein Deutschlandstipendium zu finanzieren.

Die Beteiligung am Stipendienprogramm war seit seiner Einführung innerhalb des Vorstandes und der Mitgliedschaft umstritten. Als zu schwach wurden seine Effekte für die Verbesserung der Studienfinanzierung angesehen, zu schlecht die Chancen der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften, erfolgreich Stipendien bei privaten Geldgebern einzuwerben. Dennoch hat sich PROPHIL DRESDEN mit einer Mikrospendenkampagne am Deutschlandstipendium beteiligt und zwei Stipendien an die Philosophische Fakultät der TU Dresden vergeben.

Maßgebliche Motivation war hierbei, zur Stärkung der Spenden- und Stipendienkultur an den Hochschulen beizutragen und zugleich mit der Mikrospendenkampagne ein Instrument zu entwickeln, welches drittmittelschwachen Fächern und strukturschwachen Regionen ein erfolgreiches Fundraising ermöglicht. Wir freuen uns über die Wertschätzung, die unser Ansatz beim Bundesministerium für Bildung und Forschung, beim Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und bei der Jungen Akademie gefunden hat und über die Unterstützung die wir zwei begabten Studentinnen der Dresdner Geisteswissenschaften geben konnten.

Beeindruckt hat mich auch die Vielfalt der privaten Mittelgeber: Da gibt es Firmen, Privatmäzene und Fördervereine, die sich bereit erklärt haben, eine größere Anzahl Stipendien zu finanzieren. Genauso wichtig sind Vereine der Freunde, Kammern und Kleinunternehmen (…) Lassen Sie mich zwei Beispiele nennen, die mir besonders aufgefallen sind: (…) In Dresden gibt es den Verein Prophil für starke Geistes- und Sozialwissenschaften an der dortigen TU. Er wird wesentlich von Studierenden getragen, und die haben sich für die Finanzierung eines Stipendiums eine eigene Kampagne ausgedacht. Sie heißt: „Mit einem Euro ein Stipendium ermöglichen“. Tatsächlich sind 1.800 Euro für ein Jahr zusammengekommen. Die nächste Kampagne läuft. Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung

PROPHIL DRESDEN wird das Thema Studienfinanzierung weiter bearbeiten und möchte auch zukünftig Studierende mit einem Stipendium fördern. Nur eine ausreichende Finanzierung des Studiums schafft die Freiräume, die junge Menschen zum erfolgreichen Abschluss ihres Studiums benötigen. Wir laden Sie daher ein, mit uns den Dialog zur Zukunft des PROPHIL-Stipendiums zu führen und weisen schon jetzt auf unseren Workshop am 21.10.2013 hin, zu dem Sie herzlich eingeladen sind. Das detaillierte Programm veröffentlichen wir in Kürze an dieser Stelle. Schon jetzt können Sie zentrale Aspekte eines neuen Stipendiums mit uns und anderen diskutieren.

Bleibt danke zu sagen, unseren Mitgliedern, den SpenderInnen, Verena Leuterer und ihrem TUD-Deutschlandstipendien-Team sowie den vielen aktiven HelferInnen. Wir bleiben dran!

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s